Staatswissenschaftliches Forum

 

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Neuigkeiten


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16.11.2016

Zukunftsgespräch „Von der Migration zur Integration in die Arbeitswelt 2020“

Die Flüchtlingsfrage spaltet Europa und Deutschland. Da momentan der Flüchtlingsstrom aus Nahost spürbar nachgelassen hat, ist Inventur und Klarheit über Strategien bei der Bewältigung des Ansturms Jugendlicher aus Krisengebieten dringend geboten, zumal es erhebliche Integrationsprobleme mit Migranten aus islamischen Ländern gibt. Von dort sind angesichts der dramatisch wachsenden Bevölkerung weitere Wanderungsströme zu erwarten. Die im Frühjahr 2016 vom Berliner-Institut für Bevölkerung und Entwicklung präsentierte „Mena-Studie“ spricht von einem „Pulverfass vor den Toren Europas“.

Vor dem Hintergrund der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen in diesen Ländern ist die Europäische Union insgesamt gefordert, mit einem strategisch wirkungsvollen Konzept voranzugehen. Kein Mitgliedstaat ist angesichts der schon in Europa angekommenen Asylbewerber allein in der Lage, über den Asylantenstatus zu entscheiden („Dublin III“) und sodann die längerfristig im nationalen Raum lebenden Flüchtlinge in die Gesellschaften zu integrieren.

Dies gilt erst recht für die Bundesrepublik Deutschland, die im Jahr 2015 mehr als 1,1 Millionen Asylbewerber aufgenommen hat. Vor die gewaltige Aufgabe der Integration eines großen Teils dieser Menschen gestellt, haben die deutschen gesetzgebenden Körperschaften noch vor der Sommerpause das „Integrationsgesetz“ verabschiedet, das bereits am 31. Juli 2016 in Kraft getreten ist. Dieses „Artikelgesetz“ soll die Integration der Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durch verbesserte Regeln für die Ausbildungsförderung erleichtern, Rechtssicherheit hinsichtlich des Aufenthaltsstatus während und nach der Ausbildung schaffen, die Vorrangprüfung abhängig von der Arbeitsmarktsituation der deutschen Länder aussetzen (in 133 von 156 Bezirken der Bundesagentur für Arbeit seit dem 6. August 2016 bereits außer Kraft gesetzt) und eine niedrigschwellige Heranführung an den Arbeitsmarkt durch Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen ermöglichen.

Das 2. Palmenhaus-Zukunftsgespräch des Staatswissenschaftlichen Forums e.V. „Von der Migration zur Integration in die Arbeitswelt 2020“ wird sich mit dem vereinheitlichen Verfahren von Anträgen auf internationalen Schutz sowie mit den Fragen eines einheitlichen Aufnahmestandards, der Unterbringung und Betreuung, des Zugangs zu Bildungsangeboten und zum Arbeitsmarkt, aber auch der Gesundheitsversorgung befassen. Experten der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Forschung und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages werden dabei auf das neue deutsche Integrationsgesetz eingehen.

Nachfolgend finden Sie das vollständige Programm der Veranstaltung.

 Staatswissenschaftliches_Forum_Programm_Migration-Integration.pdf


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